- Wie hoch ist das Einsparpotenzial beim Thermdrill Verfahren gegenüber traditionellen Verbindungstechniken?
- Wie finde ich den richtigen Thermdrill Fließlochbohrer für meine Anwendung?
- Kann ich mit der Thermdrill Version „long“ auch dünnere Materialstärken bearbeiten als angegeben?
- Für welche Materialqualitäten kann ich Thermdrill einsetzen?
- Brauche ich verschiedene Thermdrill Fließlochbohrer für unterschiedliche Materialqualitäten?
- Welche Antriebs- bzw. Motorleistung braucht meine Bohrmaschine?
- Bis zu welcher maximalen Materialstärke kann ich das Thermdrill-Verfahren einsetzen?
- Wie belastbar sind die Thermdrill Gewindeverbindungen?
- Muss man regelmäßig Schmiermittel auf den Thermdrill auftragen?
Wie hoch ist das Einsparpotenzial beim Thermdrill Verfahren gegenüber traditionellen Verbindungstechniken?
Wie die nachfolgenden Tabellen zeigen, bietet das Thermdrill Verfahren deutliche Einsparmöglichkeiten in unterschiedlichsten Bereichen. Die Höhe ist sehr individuell und richtet sich nach der jeweiligen Anwendung. Gerne erstellen wir für Sie eine Thermdrill Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Wie finde ich den richtigen Thermdrill Fließlochbohrer für meine Anwendung?
Mit Hilfe der Bohrerauswahltabelle ist das ganz einfach! Ausgehend von der gewünschten Gewindegröße loten Sie von links waagrecht zur Spalte mit dem favorisierten Werkzeugtyp „form“ (mit Kragen) oder „cut“ (ohne Kragen). Hier finden Sie die jeweils maximalen Materialstärken für die Version „kurz“ oder „lang“. Sie wählen die Bohrerversion aus, je nachdem in welchen Bereich Ihre Materialstärke liegt.
Bsp: Mat.-stärke: 2,0 mm Gewinde M8, Bohrloch mit Kragen
Auswahl: Thermdrill M8 (7,3) form/short
Kann ich mit der Thermdrill Version „long“ auch dünnere Materialstärken bearbeiten als angegeben?
Grundsätzlich ja. Bitte prüfen Sie durch entsprechende Versuche, ob die Gewindeverbindung Ihren Vorgaben entspricht.
Für welche Materialqualitäten kann ich Thermdrill einsetzen?
Das Thermdrill Verfahren kann für eine große Bandreite der üblichen dünnwandigen metallischen Werkstoffe sowie eine Vielzahl von Sonderlegierungen eingesetzt werden. Im Zweifelsfall fragen Sie unser Service-Team oder schicken Sie uns eine Materialprobe.
Brauche ich verschiedene Thermdrill Fließlochbohrer für unterschiedliche Materialqualitäten?
Grundsätzlich nein. Jedoch kann je nach Materialqualität und Anforderungen an die Gewindeverbindung eine Anpassung des Kernlochdurchmessers erforderlich werden, falls das Ergebnis den Anforderungen nicht entspricht.
Drehzahl, Vorschub und Motorleistung sollten jedoch laut Tabelle angepasst werden.
Welche Antriebs- bzw. Motorleistung braucht meine Bohrmaschine?
Grundsätzlich ist das Thermdrill-Fließlochbohren sowohl auf älteren als auch auf neuen Industrie-Säulenbohrmaschinen, Fräsen oder Bearbeitungszentren einsetzbar. Der Leistungsbedarf des Motors ist etwas höher als beim normalen Bohren und hängt stark von der jeweiligen Materialstärke, Drehzahl, Kennfeld des Motors, Übertragungswirkungsgrad und dem Alter der Maschine ab. Im Downloadbereich sind entsprechende Anhaltswerte angegeben, die allerdings je nach Zustand der Maschine deutlich abweichen können. Grundsätzlich sollte die Motorleistung mindestens so bemessen sein, dass während des Fließlochbohrprozesses die Minimaldrehzahl (je nach Gewindegröße) nicht unterschritten wird.
Bis zu welcher maximalen Materialstärke kann ich das Thermdrill-Verfahren einsetzen?
Die maximale Materialstärke hängt von der jeweiligen Gewindegröße ab. Die empfohlenen Grenzwerte sind nach Bohrertyp („form“ und „cut“) und der Version („long“ und „short“) in der Bohrerauswahltabelle übersichtlich dargestellt.
Wie belastbar sind die Thermdrill Gewindeverbindungen?
Schraubverbindungen, die mittels Gewindeformen hergestellt wurden, halten grundsätzlich hohen statischen und dynamischen Belastungen stand. Im Downloadbereich sind entsprechende Anhaltswerte der Belastbarkeit abrufbar. Diese können jedoch je nach Anwendung schwanken und sind bei Bedarf individuell zu bestimmen und ggf. zu optimieren.
Muss man regelmäßig Schmiermittel auf den Thermdrill auftragen?
Es gibt keine feste Regel für die Verwendung des Schmiermittels. Grundsätzlich empfehlen wir alle ein bis drei Löcher etwas Schmiermittel (von der Spitze bis zum Bund) hauchdünn auf den Thermdrill aufzutragen. Dabei spielt nicht die Menge, sondern eher die Häufigkeit der Schmierung eine Rolle. Je nach Materialdicke und -qualität kann man das Schmierintervall auch reduzieren. Die optimalen Bedingungen sind für den jeweiligen Anwendungsfall empirisch zu ermitteln.
Das als weiße Paste oder in flüssiger Form erhältliche Medium ist kein klassisches Schmiermittel, wie der Name vielleicht erwarten lässt. Es wirkt eher als Trennmittel, indem es einen gewissen Puffer zwischen den aufeinander reibenden Metallen bildet. Bei regelmäßiger Anwendung harmonisiert es quasi den Bohrprozess in dem es den Aufbau von Kaltaufschweißungen reduziert und damit die Lebensdauer der Werkzeuge verbessert. Außerdem sorgt es für eine gute Oberflächenqualität des Kragens und der Buchse.




